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Ausstellung
Wir sprechen von einem virtuosen Künstler oder von virtuoser Musik, aber eigentlich nicht mehr von Virtuosen, vielmehr von Stars. Virtuose Musik kann jeder Künstler spielen, aber nicht jeder, der heute virtuose Musik spielt, ist ein Star.
Was machte den Virtuosen oder die Virtuosin aus? Wer und was waren Virtuosen? – Den Spuren dieser besonderen Spezies von Stars vergangener Zeiten geht diese Ausstellung nach, nicht zuletzt in Vorbereitung auf das Jubiläumsjahr der Gesellschaft der Musikfreunde 2012. Denn in den Sälen der Gesellschaft der Musikfreunde sind diese Virtuosen aufgetreten, hier wurde ihnen zugejubelt
Die Virtuosen brachten „Feiertagsstimmung“ in die Musik, die seit 200 Jahren bei der Gesellschaft der Musikfreunde zuhause ist. Die Kunst der Virtuosen und der Kult um sie sind in Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft dokumentiert, das Aufblühen des Virtuosentums und der Wandel des Begriffs sind dort nachzuvollziehen.
So entstand eine besonders bunte und abwechslungsreiche Ausstellung, die besonders gut in den Musikverein passt und nur mit den dort überlieferten Beständen gestaltet werden kann. Büsten von Paganini und Liszt begrüßen den Besucher, der mitleidet, wenn er von den Strapazen der reisenden Virtuosen erfährt, und sich über ihren schier unglaublichen seinerzeitigen Ruhm freut.
Bilder lassen den Virtuosenkult, unterschiedliche andere Dokumente die Virtuosenkunst nachvollziehen, Karikaturen zeigen die liebevolle Vertrautheit des Publikums mit diesem ganz besonderen Künstler-Typus. Der Übergang zu den modernen Stars kann im Vergleich mit dem historischen Virtuosenkult nachvollzogen werden.
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